Zukunft Zahnarztpraxis: Wie Dampsoft hilft, den Fachkräftemangel mit KI und Technologie auszugleichen
13. Januar 2026 | Autor: Stefan Rudolph / Podcast: #dentalisiert
In der neuesten Folge von Dentalisiert spricht Stefan mit Andrej Teterin, dem Strategie-Experten von Dampsoft. Als Marktführer im Bereich Praxisverwaltungssysteme (PVS) hat Dampsoft einen tiefen Einblick in die Sorgen und Nöte deutscher Zahnarztpraxen. Das Gespräch dreht sich um die zentralen Herausforderungen des Jahres 2026 und wie digitale Lösungen dabei helfen, den Fokus wieder auf das Wesentliche zu lenken: den Menschen.
Die zwei größten Hürden: Personalnot und Bürokratie
Laut Andrej stehen Praxen heute vor einer doppelten Belastung. Zum einen sorgt der demografische Wandel dafür, dass erfahrene Fachkräfte (ZFA) in Rente gehen, während kaum Nachwuchs nachkommt. Zum anderen frisst die Bürokratisierung wertvolle Zeit. Die Anforderungen an die Dokumentation steigen stetig, da nur eine lückenlose Nachweisführung die Honorierung durch die Krankenkassen sichert.
Die Folge: Viele Praxen müssen bereits ihre Öffnungszeiten reduzieren. André betont jedoch, dass man die „alte, erfahrene ZFA“ nicht eins zu eins ersetzen kann – man muss die Praxisorganisation grundlegend neu denken.
Automatisierung als „Geschirrspüler“ der Praxis
Andrej nutzt eine treffende Analogie: Früher hat man nach einer Party stundenlang von Hand abgewaschen – heute übernimmt das die Spülmaschine. Genau diesen Wandel müssen Zahnarztpraxen vollziehen. Repetitive Aufgaben, die keinen medizinischen Mehrwert bieten, sollten an Algorithmen delegiert werden.
Zwei konkrete Lösungen für 2026:
Der Online-Check-in: Ähnlich wie am Flughafen können Patienten künftig über kleine Terminals in der Praxis selbstständig einchecken. Das entlastet die Rezeption massiv. So bleibt der Mitarbeiterin mehr Zeit für die persönliche Betreuung, etwa für ältere Patienten, die das Gespräch suchen.
KI-gestützte Dokumentation: Dampsoft arbeitet an einer „digitalen Arbeitskraft“. Mittels Speech-to-Text und KI werden Arzt-Patienten-Gespräche datenschutzkonform aufgenommen und automatisch als medizinisch relevante Zusammenfassung in die Patientenakte übertragen. Das spart täglich Stunden an Schreibarbeit.
KI als Entscheidungshelfer, nicht als Ersatz
Die Vision von Dampsoft geht noch weiter: In Zukunft soll die KI auf Basis von Diagnosen und Scans sogar Empfehlungen aussprechen (z. B. „90 % Ihrer Kollegen haben in diesem Fall so entschieden“). Dies soll vor allem jungen Kollegen helfen, schneller auf einem hohen Niveau zu versorgen. André stellt klar: „Medizin wird immer von Menschen für Menschen gemacht.“ Die Technik soll den Arzt nicht ersetzen, sondern ihm den Rücken freihalten, damit er wieder Zeit für Empathie und das vertrauensvolle Gespräch hat.
Investition in die Zukunft – auch kurz vor der Rente
Ein wichtiges Thema des Podcasts ist die Praxisabgabe. Viele Praxisinhaber scheuen kurz vor dem Ruhestand Investitionen. Andrej rät jedoch zur „Teilsanierung“ durch Software: Eine digital gut aufgestellte Praxis mit etabliertem Online-Terminmanagement und modernen Workflows ist für Nachfolger deutlich attraktiver als eine „digitale Ruine“. Software-Investitionen sind oft kostengünstiger als neue Hardware, steigern aber den Verkaufswert und die Überlebenschance der Praxis enorm.
Fazit: Relevanz durch Anpassung
Der Blick in die Zukunft (bis 2030) zeigt, dass der Druck auf die wohnortnahe Versorgung hoch bleibt. Die Botschaft von Dampsoft ist deutlich: Wer offen für technologische Neuerungen bleibt, wird nicht nur effizienter arbeiten, sondern auch die Menschlichkeit im Praxisalltag zurückgewinnen.
Takeaways
- Dampsoft ist seit 40 Jahren in der digitalen Zahnmedizin tätig.
- Die größten Herausforderungen sind Fachkräftemangel und Bürokratisierung.
- Die Dokumentationsanforderungen nehmen zu, was Praxen belastet.
- Automatisierung kann repetitive Aufgaben in Praxen übernehmen.
- Online-Rezeption und Check-In-Prozesse werden entwickelt.
- KI wird zur Unterstützung der Dokumentation eingesetzt.
- Die menschliche Zuwendung bleibt in der Medizin wichtig.
- Ältere Generationen sind oft offen für digitale Lösungen.
- Die Digitalisierung kann die Effizienz in Praxen steigern.
- Zukunftsorientierte Softwarelösungen sind entscheidend für die Praxisentwicklung.

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